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„Einmal mehr aufstehen als hinfallen“
» Manuela Schmermund.
» Manuela Schmermund.
Wie man aus Lebenskrisen gestärkt hervorgehen kann
Der Verein „Schule machen ohne Gewalt“ (SMOG) hatte zu einer außergewöhnlichen Veranstaltung eingeladen.
» BEBRA. - Beeindruckender hätte es für die Bebraer Berufsschüler nicht sein können: Fünf Personen zeigten anhand ihrer Lebensläufe und Erfahrungen auf, wie man aus einer Krise gestärkt hervorgehen kann und wie sich auch aus Krisen Positives entwickeln kann.
Denn: Es kann jedem passieren: Von einer Sekunde auf die andere verändert ein Unfall das Leben und zerstört alles, was war. Doch wie kommt man aus so einer oder einer anderen Tiefe wieder heraus?
Solange man nicht selbst betroffen ist, denken die meisten Menschen nicht darüber nach. Besser ist es jedoch, „vorzubeugen“ und sich für solche Situationen zu wappnen. Sehr gut kann man dabei von den Erfahrungen anderer lernen.
Manuela Schmermund, Michael Möller, Timm Fütterer und Johannes Barmann berichteten über ihre Lebensläufe - wie sie in schwierige Situationen kamen, wie sie ihre Tiefs überwanden, wie sie sich weiterentwickelten.
Manuela Schmermund war eine lebenslustige junge Frau, als sie vor 18 Jahren einen Autounfall erlitt. Solange schon ist sie auf einen Rollstuhl angewiesen. Dass die Mengshäuserin heute Paralympics-Goldmedaillengewinnerin und Schieß-Weltmeisterin ist und beim Deutschen Fußballbund arbeitet, verdankt sie ihrem Mut, neu anzufangen. „Man muss einmal mehr aufstehen als hinfallen“, bekräftigte sie.
» Michael Möller. Fotos: Knierim
Die Bandbreite von Michael Möllers Titeln reicht vom Deutschen Meister bis zum Weltmeister in verschiedenen Kampfsport- und Kampfkunstarten. Hinzu kommen mehrere World-Cup-Siege. In seiner Kindheit erlebte er wenig Positives. Er wurde geschlagen und misshandelt. Schon als Kind baute er seinen Frust im Kampfsport ab. „Ich kanalisiere meine Aggressionen in kontrollierte Aktionen“, erläuterte er. Er riet den Jugendlichen, sich in Krisensituationen Luftschlösser zu bauen und diese nicht aus den Augen zu verlieren.
Wie er ohne deutsche Sprachkenntnisse in die Grundschule aufgenommen wurde, wie er trotzdem sein Fachabitur machte und wie er schließlich sein Studium absolvierte, darüber berichtete Johannes Barman. Er ist heute Sozialpädagoge und Leiter des Bebraer Jugendzentrums.
Der Nachwuchs-Rapper Timm Fütterer alias „TeMain“ stellte sein Projekt „Von der Straße ins Studio“ vor, bei dem er versucht, Jugendliche mit Hilfe von Musik zu resozialisieren. „Durch Auftritte gewinnen sie Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen“, erklärte er.

