Ausbildung
Ausbildung
Karriere mit Kampfgeist
In der Kampfsportschule von Michael Möller kann man zwei Berufe lernen
Bericht: Johanna Kaschik
BAD Hersfeld. Zerlegen wir einmal Wort für Wort den Begriff "Kampfsportschule":
"Kampf" wird von Unbeteiligten unmittelbar mit Gewalt in Verbindung gebracht, während "Sport" den eigentlichen Kern von Michael Möllers Einrichtung am besten beschreibt.
Und nun trifft auch "Schule" vollkommen zu. Seit über einem halben Jahr ist die Kampfsportschule Möller ein Ausbildungsbetrieb.
Und spätestens jetzt zeigt sich, dass die Kampfsportler nicht nur "Schlägertypen sind, die ihre Aggressionen als Sport tarnen", wie ein gängiges Vorurteil lautet, sondern, dass Körper und Geist tatsächlich geschult werden.
Partner von Michael Möller ist dabei der Verein für Sozialpolitik, Bildung und Berufsförderung (VSB).
Dieser hat im Rahmen des Projektes "Sozial bildet aus" die Berufe;
Sport- und Fitnesskauffrau/-mann und Sportfachfrau/-mann als
Ausbildungsstellen bei Michael Möller vorgeschlagen.
Beruf und Hobby vereinbaren
Die beiden Auszubildenden Josef Feik und Maria Adrian
können somit Hobby und Beruf vereinbaren.
Davon träumen viele junge Menschen.
"Es war ein richtiger Glücksfall", sagt Maria, "letztes Jahr bin ich gerade mit der Schule fertig geworden und habe einen Ausbildungsplatz gesucht."
Michael Möller konnte seinem Schützling gleich das Passende anbieten.
Einen Ausbildungsplatz zu finden ist immer schwierig:
Das Angebot ist gering, die Nachfrage enorm und wenn man dann etwas gefunden hat, ist besonders der
Anfang sehr schwer: Viele Jugendliche müssen sich mit Beginn der Ausbildung auf ein neues Umfeld und fremde Menschen einstellen.
Das fällt vielen nicht leicht und stellt ein Hindernis dar.
Doch die 17-jährige Niederaulaerin hatte weder Anlaufschwierigkeiten, noch musste sie sich auf fremde Vorgesetzte einstellen:
Michael Möller wurde ihr Ausbilder für den sportlichen Bereich, der eine große Rolle neben der theoretischen Ausbildung spielt.
"Das ist ein Riesenvorteil gewesen.
Man kennt sich, und dadurch macht es noch mehr Spaß."
Auch Michael Möller zieht eine positive Bilanz aus den bisherigen Erfahrungen:
"Die Nachfrage ist wirklich sehr groß."
Die angehende Fitnesskauffrau hat neben dem Unterricht an der Berufsschule in Kassel mit den Fächern
Rechnungswesen, Buchführung und Betriebslehre also auch einen straffen Trainingsplan.
"Wir geben den Auszubildenden Einblick in alle Sportarten.
Auch wenn wir eine Kampfsportschule sind, bilden wir vielseitig aus", sagt Möller.
Geschult für´s Durchboxen
Dadurch kann Maria dann auch entscheiden, wo sie genau hin möchte, nachdem sie die dreijährige Ausbildung abgeschlossen hat.
Momentan weiß sie das noch nicht genau. Aber eines steht schon fest: "Ich möchte in diesem Beruf bleiben." Das kann sie sicherlich auch, denn mit geschultem Kampfgeist kann sie sich in der Branche durchboxen.
Weisheit des Tages
|
Wenn Deine Füße so müde sind, dass Du in die Mitte des Rings zurück- weichen musst, kämpfe eine Runde länger. Wenn Deine Arme so müde sind, dass Du Deine Hände kaum mehr zur Deckung hoch kriegst, kämpfe eine Runde länger. Wenn deine Nase blutet und Du so müde bist, dass Du wünscht, Dein Gegner würde Dich ordentlich vornehmen und ins Reich der Träume schicken, kämpfe eine Runde Länger - denn der Mensch, der stets eine Runde länger durchhhält, wird niemals besiegt werden. (James J.Corbett) |

